Funktions­­analyse & CMD
in Osnabrück

Was bedeutet CMD?

Beschwerden im Kieferbereich können vielfältige Ursachen haben. Knacken im Kiefergelenk, Verspannungen im Nacken, Kopfschmerzen oder Zähneknirschen sind häufige Anzeichen für Funktionsstörungen im Kausystem. Mit einer gezielten Funktionsanalyse untersuchen wir in unserer Praxis am Calmeyer Platz das Zusammenspiel von Zähnen, Kiefergelenken und Muskulatur.

Ziel ist es, Störungen frühzeitig zu erkennen und individuell zu behandeln. Eine fundierte Diagnostik bildet dabei die Grundlage für eine nachhaltige Therapie.

CMD steht für craniomandibuläre Dysfunktion. Darunter versteht man eine Fehlfunktion im Zusammenspiel zwischen Schädel, Unterkiefer und Kaumuskulatur. Oft sind Fehlkontakte der Zähne, Fehlstellungen oder dauerhafte Belastungen wie Zähneknirschen die Ursache.

Die Beschwerden können sich nicht nur im Mundraum zeigen, sondern auch in Form von Kopf, Nacken oder Rückenschmerzen auftreten. Eine genaue Analyse ist daher entscheidend, um die tatsächliche Ursache zu erkennen.

Unsere Fach-Zahnärzte für Funktions­analyse (CMD)

Dr. med. dent. Michael Rohling

Allgemeine Zahnheilkunde | Prothetik | Endodontie | CMD | Sportzahnmedizin

Die Funktionsanalyse

Im Rahmen der Funktionsanalyse prüfen wir die Beweglichkeit des Unterkiefers, die Stellung der Zähne und die Belastung der Muskulatur. Dabei erfassen wir mögliche Fehlkontakte, Spannungen oder Bewegungseinschränkungen. Je nach Befund können weitere diagnostische Maßnahmen sinnvoll sein.

Die Untersuchung erfolgt strukturiert und in ruhiger Atmosphäre. Wir erklären Ihnen die einzelnen Schritte und besprechen die Ergebnisse verständlich.

Individuelle Therapie bei CMD

Auf Grundlage der Analyse entwickeln wir ein individuelles Behandlungskonzept. Häufig kommt eine individuell angefertigte Schiene zum Einsatz, die Fehlbelastungen reduziert und die Muskulatur entlastet. In manchen Fällen arbeiten wir interdisziplinär mit anderen Fachbereichen zusammen.

Unser Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, Fehlfunktionen zu korrigieren und das Gleichgewicht im Kausystem wiederherzustellen.

Langfristige Stabilität

Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Behandlung können dazu beitragen, chronische Beschwerden zu vermeiden. Durch regelmäßige Kontrollen begleiten wir Sie langfristig und passen die Therapie bei Bedarf an.

Wenn Sie unter Beschwerden im Kieferbereich leiden oder den Verdacht auf CMD haben, beraten wir Sie gerne ausführlich. Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis am Calmeyer Platz.

FAQ

Von einer gesunden Kaufunktion sprechen wir, wenn die Kiefergelenke, die Muskulatur und die neurophysiologische Steuerung der Kaubewegungen eine harmonische Einheit bilden.
Bei geschlossenen Mund greifen die Höcker und Fissuren wie Zahnräder beidseits gleichmäßig ineinander, während die Kiefergelenke in einer physiologischen Position stehen und die muskuläre Aktivität sehr gering ist.

Werden diese harmonischen Funktionen bspw. durch Fehlkontakte auf den Zähnen gestört, reagiert unsere neurophysiologische Steuerung mit einer Hyperaktivität der Muskulatur. Diese Aktivität der Muskulatur kann wiederum zu unphysiologischen Positionen der Kiefergelenke führen, die in der Folge distrahiert (auseinandergezogen) oder kontrahiert (gequetscht) werden. Diese Fehlstellungen können dann wiederum Auswirkungen auf benachbarte Strukturen wie bspw. den Gehörgang haben und Ohrgeräusche oder Tinnitus auslösen. Verursacht wird die CMD also in Folge massiver Verspannungen der Kau- und Gesichtsmuskulatur. Hauptsymptome sind daher starke, ausstrahlende Schmerzen in diesen Regionen. Die Verspannungen können zudem weitreichendere Verspannungen im Bereich der Haltemuskulatur im Nacken, Rücken und Becken auslösen. In der Physiotherapie spricht man von „absteigenden Ketten“.

Zahnschmerzen einer jungen Dame
Nackenverspannungen aufgrund von Zähneknirschen
Aus zahnmedizinischer Sicht sind meist psychoemotionale Stresssituationen oder/und okklusale Fehlstellungen Auslöser für die CMD. Besonders häufig treten Beschwerden bei starken „Abrasionsgebissen“, d.h. sehr stark abgeriebenen Zähnen auf. Durch das stetige Abreiben der Zahnsubstanz, oft um mehrere Milimeter, geht der „richtige Biss“ verloren.
Selten ist jedoch ein Auslöser allein für eine stark ausgeprägte Dysfunktion verantwortlich. Da Risikofaktoren auch in orthopädischen Problemen, seelischen Belastungen, hormonellen Veränderungen oder Stoffwechselerkrankungen liegen können, wird eine CMD stets interdisziplinär betrachtet.
Insbesondere bei unklaren Ursachen sollte eine Zusammenarbeit mit Orthopäden, Physiotherapeuten, Osteopathen, HNO-Ärzten, Hausärzten, Schmerztherapeuten und Neurologen angestrebt werden, um einen „blinden Fleck“ in der Diagnostik zu vermeiden.
Zahnabrieb durch Knirschen
Die Therapie der CMD in der Zahnmedizin erfolgt durch eine ausführliche Diagnostik durch klinische, manuelle und instrumentelle Funktionsanalysen und einer okklusal adjustierten Schienentherapie, individuell auf Ihre Kaufunktion ausgerichtet. Meist ist es sinnvoll mit einem Physiotherapeuten zusammenzuarbeiten.
Schiene gegen Zähneknirschen